Zimmerer, Holz, Tischler

Wer ein Haus baut, kommt um die Beauftragung von Tischlern und Zimmerern, im Süden und Südwesten von Deutschland auch Schreiner genannt, nicht herum. Holz mit seinen natürlichen und ökologischen Eigenschaften ist für den Hausbau und die Inneneinrichtung perfekt wie kaum ein anderes Material. Der Tischler befasst sich vorwiegend mit der Bearbeitung von Holz und deren Oberflächenveredelung, wobei sich sein Berufsbild aus dem Zimmermannsberuf spezialisiert hat. Tischler fertigen nicht nur Stühle und Tische, sondern auch maßgefertigte Einbauküchen aus Holz, spezielle Einbaumöbel oder Fenster und Türen nach Wunsch. Bautischler haben sich im Gegensatz zu Möbeltischlern auf Bauelemente spezialisiert, wie zum Beispiel Treppen.

Auch der Zimmerer hat in der Regel eine dreijährige Ausbildung durchlaufen und befasst sich anschließend mit der Konstruktion und der Errichtung von Dachgauben, Balkonen, Fachwerk, Carports und mehr. Dafür ist neben einem räumlichen Vorstellungsvermögen auch technisches Verständnis unabdingbar. Hobel, Stemmeisen, Hebewerkzeuge und Bohrmaschinen gehören zu seiner täglichen Ausrüstung.

Zimmerer haben beim Haubau auch mit dem sogenannten Trockenbau zu tun, das heißt mit der mit Anbringung von Wärmedämmung oder der Verkleidung mit Gipskartonplatten, Wärme- und Schalldämmungen. Auch mit dem Feuchtigkeits- und Holzschutz muss sich der Zimmerer befassen.

Bauen mit Holz

In Deutschland ist seit einigen Jahren eine vermehrte Zuwendung zum Holzhaus festzustellen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand – und Bauen mit Holz hat nicht umsonst seit Jahrhunderten Tradition: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und verspricht den Hausbewohnern ein gesundes Raumklima. Wer unter Allergien zu leiden hat, ist in einem Holzhaus meist besser als in einem in Massivbauweise erstellten Haus aufgehoben. Dazu kommt, dass Holzhäuser durchaus eine beträchtliche Preisersparnis bieten können, unter anderem durch die kürzere Bauzeit.

Ein Haus aus Holz zu dämmen ist unproblematisch. Der Stil eines Holzhauses ist breit gefächert und variiert von Schwedenhäusern und Blockhäusern über Häuser in Holzständerbauweise (auch bekannt als Fachwerkbau, eine traditionelle Bauweise, bei der die Verbindungen aus Holz sind und senkrechte Ständer die tragende Konstruktion bilden) bis zur Holztafelbauweise (Konstruktionen aus flächigen und selbsttragenden Holztafeln) beziehungsweise Holzrahmenbauart. In den meisten Fällen bevorzugen die deutschen Bauherren die Fertigbauweise. Die Elemente können witterungsunabhängig in der Werkshalle gefertigt werden. Das Holzhaus wird dann einfach auf die fertige Kellerdecke aufgebaut.

 
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