Der Außenbereich Neben dem Wohnraum an sich, muss auch der Außenbereich der Immobilie behindertengerecht eingerichtet werden. Ein Aspekt der bei der Außengestaltung unbedingt berücksichtigt werden sollte, ist ein Hauseingang ohne Niveauunterschiede, sprich auf einem Level. Neben einem Eingangsbereich auf Niveauebene sollte das Gefälle des Gehwegs nicht mehr als 6% überschreiten. Desweiteren sollte der vom Haus ausgehende Behindertentransport sicher und wettergeschützt von statten gehen können. Dazu ist es von Nöten das Haus mit der Garage zu Verbinden. Darüber hinaus sollte der Hauseingangsbereich gut ausgeleuchtet sein, um mögliche Stürze und so weiter, vermieden werden können. Ein Tipp könnte es zudem sein Hausnummern anzubringen welche sehr groß und hinterleuchtet ist, um im Falle eines Notfalles, dem Rettungsdienst eine schnellstmögliche Auffindung zu ermöglichen.
Der Innenbereich
Neben dem Außenbereich sollte selbstverständlich auch der Innenbereich behindertengerecht gestaltet werden. Dazu kann zum Beispiel ein Pflegegutachter oder ein spezieller Architekt zu Rate gezogen werden. Bei der Gestaltung des Innenbereiches ist auch zu beachten, das die körperliche Anstrengung eines Betreuers, Pflegers und dem Behinderten möglichst gering gehalten wird. Dabei sollte man nach ergonomischen Richtlinien handeln, um das Handling zu optimieren. Es ist zum Beispiel zu überlegen ob ein Treppenlift eine sinnvolle Anschaffung wäre. Denn auch kleine Kinder werden irgendwann mal groß. Dann könnte eine normale Treppe ein unüberwindbares Hindernis darstellen. Der Wohnraum des Behinderten Sollte es sich bei dem behinderten um ein Kind handeln, ist es zudem sinnvoll, Rücksicht auf nicht behinderte Geschwisterteile zu nehmen. Dies kann durch die Anlegung getrennter Kinderzimmer geschehen. Im Raum des Behinderten, sollte besonders auf die Ansprüche, welche die tägliche Pflege betrifft, geachtet werden. Für die Möblierung des Zimmers gibt es keine bestimmten Grenzen, jedoch sollten Sie bei der Gestaltung die zukünftige Entwicklung der Krankheit in Betracht ziehen. Natürlich sollten Sie auch nicht, wie auch in Ihren Privaträumen, nicht auf eine liebevolle Gestaltung des Zimmers, des Behinderten verzichten, da sich die Umgebung des behinderten auch auf den gesundheitlichen Zustand auswirken kann. Bei der Auswahl des Bettes, sollten Sie nicht auf ein normales Bett zurückgreifen, sondern ein etwas größeres Bett kaufen, da viele Behinderte im Schlaf sehr ''aktiv'' sind. Falls notwendig sollten Sie auch über dem Kopfende viele Steckdosen anbringen, um genügend Anschlüsse für medizinisch Geräten zu haben. Das Bad für einen Behinderten Grundsätzlich sollten Sie neben einem separaten Zimmer für den Behinderten auch eine extra angelegte sanitäre Anlage in Betracht ziehen. Bei der Gestaltung des Bades sollte das Waschbecken auf Handlungshöhe angebracht werden. Neben dem Waschbecken sollte auch die Dusche auf die Bedürfnisse des Behinderten eingerichtet werden. Zum Beispiel kann eine Duschliege angebracht werden. Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Badezimmergestaltung ist die Badewanne. Die Anbringung der Badewanne sollte man beachten, das sie 3-seitig zugänglich ist, dadurch kann die pflegende Person den Behinderten von allen 3 Seiten waschen. Der Transfer des Behinderten von seinem Zimmer zum Bad sollte besonders leicht gestaltet werden. Für die Badezimmereinrichtung können auch spezielle Lifte installiert werden, welche dem Pfleger zum Beispiel ermöglichen, den Behinderten leichter aus der Wanne heben zu können. Neben dem Zimmer des Behinderten und des Badezimmers, muss auch der Rest des Hauses unbedingt behindertenfreundlich gestaltet werden. |