| Konjunkturgipfel: Große Chance vergeben |
Enttäuscht über das Ergebnis des Gesprächs über das Konjunkturpaket II zeigt sich im Nachgang zum Konjunkturgipfel im Kanzleramt der Präsident des „Bundesverband Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen“ (GdW) Lutz Freitag. „Nicht berücksichtigt worden sind die Vorschläge der Wohnungs- und Immobilienbranche im Vorfeld der Programmentwicklung. Daran hat auch der gestrige Gipfel nichts geändert“, so Freitag verärgert.
Gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung Der GdW-Präsident mahnte, dass die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft eine Branche mit sehr großer volkswirtschaftlicher Bedeutung sei. „18,6% der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung sind immerhin von der Immobilienwirtschaft direkt erbracht oder indirekt bewirkt worden. Die Bundesregierung vergibt eine große Chance die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft als Konjunkturstütze zu nutzen, da sie diesen Wirtschaftssektor im Konjunkturpaket II bisher außen vorgelassen hat“, moniert Freitag. Größere Multiplikator-Effekte Freitag erklärt: „Weitaus größere Multiplikator-Effekte als dies in anderen Bereichen der Fall ist lösen wohnungswirtschaftliche Investitionen aus. Mit vergleichsweise geringen Fördermitteln können so beispielsweise bei der Gebäudesanierung im Rahmen der Stadt- und Quartierentwicklungen enorme Investitionen in Gang gesetzt werden. Auch bei der Beschäftigung auf den lokalen Arbeitsmärkten hätte dies nennenswerte Effekte zur Folge. Mit ermäßigten Mehrwertsteuersätzen, wie sie von der EU vorgesehen wurde, wären weitere positive Konjunkturimpulse erreichbar.“ Erforderliche Maßnahmen aufgebenFreitag ergänzte, dass dies wichtige Bausteine für starke wohnungswirtschaftliche Impulse zur Förderung der Konjunktur seien. „Auch Wohnungsunternehmen in das Kredit- und Wirtschaftsprogramm des Konjunkturpaket II einzubeziehen, ist zwingend erforderlich. Denn die Finanzkrise macht letztlich auch vor der Wohnungswirtschaft nicht halt. Es ist nicht auszuschließen, dass geplante neue Projekte oder Bestandsmodernisierungen sowie erforderliche Umfinanzierungen aufgrund fehlender Finanzierungspartner oder verschlechterter Finanzierungskonditionen aufgegeben oder zurückgestellt werden müssen, auch wenn die Branche über stabile Mieteinnahmen sowie ein langfristiges Geschäftsmodell verfügt.“ |




Enttäuscht über das Ergebnis des Gesprächs über das Konjunkturpaket II zeigt sich im Nachgang zum Konjunkturgipfel im Kanzleramt der Präsident des „Bundesverband Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen“ (GdW) Lutz Freitag. „Nicht berücksichtigt worden sind die Vorschläge der Wohnungs- und Immobilienbranche im Vorfeld der Programmentwicklung. Daran hat auch der gestrige Gipfel nichts geändert“, so Freitag verärgert.