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Forderungen an nächste Bundesregierung
BFW-Präsident Walter Rasch
Dr. Rolf Kornemann, Vorsitzender der „Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft“ (BSI) und Präsident von „Haus & Grund Deutschland“, fasste anlässlich der Vorstellung der BSI-Forderungen an die nächste Bundesregierung die herausragenden Themen für die Immobilienwirtschaft in der kommenden Legislaturperiode folgendermaßen zusammen: „Unser Ziel muss es sein, die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft an den Städte- und Wohnungsbau zu meistern, die energetische Sanierung durch Förderung der privaten Initiative zu forcieren und den Klimaschutz im Mietrecht zu verankern.“

Riesige Chance vergeben

Dass die Immobilien-Wirtschaft bei den aktuellen kulturpolitischen Überlegungen der großen Koalition keine Rolle spiele, wurde von Kornemann moniert. „Hier hat die Bundesregierung vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stellung und Bedeutung der Branche eine riesige Chance vergeben.“

Falsches Signal

An die kommende Bundesregierung richtete der Präsident des „GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen“, Lutz Freitag, die Forderung, die steuerlichen Rahmenbedingungen so zu ändern, dass energetische Sanierungen im Wohnungsbestand attraktiver würden. „Durch reduzierte Mehrwertsteuersätze für Modernisierungen und durch kürzere Abschreibungszeiträume könnte dies zum Beispiel in die Tat umgesetzt werden“, so Freitag. „Eine Heizkostenkürzungsrecht für Mieter lehnen wir kategorisch ab. Ein völlig falsches Signal an die Mieter ist schon die politische Debatte darüber. Außerdem ist das im Moment nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Ferner fordern wir, das Wärme-Contracting auch für Mietverträge sicher zu gestalten, die vor 1989 geschlossen wurden.“

Kurzfristige effektive Maßnahmen

„Mit Blick auf den historischen Tiefstand an Baugenehmigungen plädieren wir für kurzfristige effektive Maßnahmen zur Förderung des Neubaus wie beispielsweise die Wiedereinführung einer degressiven AfA beim Bau oder Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum für fünf Jahre sowie für eine befristete Zuschusslösung bis 2010 für jeden, der ein Eigenheim errichtet oder anschafft“, erklärte Walter Rasch, Präsident des „BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen“.

 
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