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Contracting: Gesetzgeber ist gefordert

DMB: Gesetzgeber ist gefordertDer Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie (ZVEI) wird bei dem Bemühen um eine gesetzliche Contracting-Lösung vom Deutschen Mieterbund (DMB) unterstützt. Der Präsident des Deutschen Mieterbundes Dr. Franz-Georg Rips sagte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ZVEI Berlin, das Contracting einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Energieeffizienz leisten könne.

Schließlich habe Contracting einen Win-Win-Effekt. „Dadurch, dass der Energieverbrauch durch einen verringerten CO2-Ausstoß reduziert wird, können nicht nur Kosten für die Mieter eingespart werden, sondern es werden auch neue ortsnahe Arbeitsplätze geschaffen und Steuereinnahmen generiert. Bisher schöpft man das bestehende Contracting-Potenzial mangels gesetzlicher Regelungen aber nicht aus“, erklärt Rips.

Nicht kleckern, klotzen

Dass mit dem Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung in den letzten drei Jahren gerade einmal 2% des Wohnungsbestandes angesprochen worden seien, darauf wies Rips hin. Es müsse im Interesse des Klimaschutzes und der Sicherung bezahlbaren Wohnens jetzt nicht mehr gekleckert, sondern geklotzt werden. „Voranbringen kann uns hierbei wesentlich das Contracting“, so Rips.

Faire und gesetzliche Regelung

So fordert der DMB Eine faire und gesetzliche Regelung, welche die Interessen der Vermieter und der Mieter sowie der Contracting-Branchen ausgewogen berücksichtigt. Auch der Einsatz eines neuen und effektiveren Heizungssystems müsse Inhalt jeder Umstellung auf Contracting sein. Zunächst komme es zu einer Verteuerung für die Mieter, wenn Heizkosten (Zentralheizung im Haus) durch Contracting (Wärmelieferung durch einen Dritten) ersetzt werden. Erlaubt sei beim Contracting auch die Umlage kalkulatorischer Kosten. Mehrkosten könnten nur dann kompensiert beziehungsweise sogar überkompensiert werden, wenn sich durch Contracting die Energieeffizienz verbessert. Außerdem müsse zum Zeitpunkt der Umstellung die Kostenneutralität grundsätzlich sichergestellt sein. Nicht ausgehebelt werden sollten sinnvolle Investitionen aber durch kurzfristige Verteuerungen.

 
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