Der Präsident des Deutschen Mieterbundes, , erklärte, dass die energetische Modernisierung der Immobilienbestände für den Deutschen Mieterbund die wohnungspolitische Herausforderung Nummer eins in den nächsten Jahren sei. „Die Preisspirale wird sich insbesondere für fossile Brennstoffe immer schneller drehen und damit die Wohnkosten drastisch erhöhen, wenn jetzt keine klaren gesetzlichen Vorgaben zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien getroffen und attraktive Förderbedingungen garantiert werden.“ Nach Auffassung der Internationalen Energieagentur (IEA) drohe zum Ende des Jahrhunderts gleichzeitig ein Klimaschutzdesaster. Dann könnten in Hannover solche Temperaturen herrschen wie in Casablanca.
Steigende Kostenbelastung
Rips ergänzte, dass die durchschnittliche Wohnkostenbelastung in Deutschland im letzten Jahr auf 34 bis 36% angewachsen sei. „Für die beheizte Wohnung müssen Mieter heute damit mehr als 1/3 ihres Nettoeinkommens aufbringen“, sagt Rips. „Oft bei über 40% liegt die Kostenbelastung für Einkommen schwächerer Haushalte.“ Die Energiekosten sind einer der Hauptgründe für die steigenden Wohnkosten. Im Jahresdurchschnitt 32% höher als im Vorjahr lagen die Ölpreise im Jahr 2008. Bis zu 65% betrug der Preisanstieg zwischenzeitlich im gleichen Zeitraum. Im Jahresdurchschnitt um 10% kontinuierlich und stark angestiegen sind infolge der Ölpreisexplosion auch die Gaspreise. Der Mieterbund-Präsident orakelte: „Diese Preisentwicklung wird die Heizkostenabrechnung für 2008 ausweisen.“ Beim Mieterbund rechnet man damit, dass auf die Mieter hohe Nachzahlungen zukommen werden. Rips warnte, dass man sich von den aktuellen Tiefpreisen beim Öl oder den Preissenkungen der Gasversorger nicht blenden lassen dürfe. Wieder steigen werden die Preise für fossile Brennstoffe, so Rips. „Experten der Internationalen Energieagentur erwarten schon für 2010 Preise auf Rekordhöhe.“
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