| Immobilienerben haben es schwer |
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Dass Immobilienerben künftig massiv benachteiligt werden, ist mit der Zustimmung des Bundestags zur Reform der Erbschafts- und Schenkungsteuer nahezu besiegelt worden. Jens-Ulrich Kießling, Präsident des IVD Bundesverbandes sagte, dass sich der IVD Bundesverband zwar freue, dass zwei vom Verband erarbeitete Vorschläge zur Besteuerung von Immobilienerben in das Gesetz eingeflossen sind. Allerdings sei dies nur ein geringer Ausgleich für die massive finanzielle Mehrbelastung, die auf Immobilienerben zukomme.
Schlechte Neuigkeiten für Immobilienerben„Besonders Erben von vermieteten Immobilien, Erben von selbstgenutzten Wohnimmobilien in nichtehelichen Lebensgemeinschaften sowie Erben von Immobilien im Betriebsvermögen sind besonders stark betroffen“, erklärt Kießling. Die Erbschaftssteuerreform räume für Immobilienerben zwar verschiedene Vergünstigungen ein, doch in der Realität würden die Vorgaben vielfach nicht erfüllt werden können, moniert der Verband. Dass der Vorschlag des IVD für einen so genannten sachlichen Freibetrag, der von namhaften Steuerrechtlern, wie etwa dem renommierten Berliner Steuerexperten Hans-Joachim Beck, unterstützt worden war, teilweise zur Umsetzung gekommen ist, begrüßt der Verband. „In Zukunft können Wohnungen und selbstgenutzte Häuser unabhängig von der Höhe des Immobilienwertes steuerfrei an Ehepartner und Kinder vererbt werden“, erklärt Kießling. Allerdings sei diese begrüßenswerte Regelung an Bedingungen geknüpft, die der steuerfreien Vererbung in vielem entgegenstehen würden. „Nur, wenn der Erbe die Immobilie für 10 Jahre bewohnt, ist das Erbe steuerfrei. Zunehmend gefordert ist jedoch gerade in der heutigen Zeit eine berufliche Mobilität“, so Kießling. Deshalb werde man die 10-Jahres-Regelung in vielen Fällen gar nicht einhalten können. „Das Kinder oftmals in einer anderen Stadt leben als die Eltern, kommt hinzu. Somit greift die Steuerbefreiung für sie von vornherein nicht.“ Dass die Wohnfläche 200 m² nicht überschreiten darf, gilt bei Kindern außerdem. Foto: Karl-Heinz Liebisch/pixelio.de |



