| Wohnungsbau geht zurück |
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Immer weniger Wohnungen werden in Deutschland gebaut. 2008 wurden laut Angaben des Statistischen Bundesamts der Bau von nur knapp 174.600 Wohnungen genehmigt. Dies sind 7.700 Wohnungen beziehungsweise 4,2% weniger als im Vorjahreszeitraum. Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD Bundesverbands, sagte, dass der Wohnungsbau seit Jahren rückläufig sei.
„Der Wohnungsbau darf in Deutschland aber nicht mehr weiter nach unten gehen. Schließlich hat man nun bei den Baugenehmigungen den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht.“ Schick ergänzte, dass die Schere zwischen dem Bedarf an neuen Wohnungen und dem Neubau immer weiter auseinander klaffe. Am stärksten zurückgegangen ist die Zahl der neu genehmigten Einfamilienhäuser mit einem Rückgang von fast 7% (73.000 Genehmigungen). Somit sind nur etwas über 80.000 neue Ein- und Zweifamilienhäuser gebaut worden, wenn man die circa 7.500 Doppelhäuser, die genehmigt wurden, hinzuzählt. Dass 2008 nur noch 58.500 Wohnungen im Geschosswohnungsbau genehmigt worden sind, belegen die neuesten Zahlen außerdem. Circa 31.500 Eigentumswohnungen waren darunter. Schick stellte fest, dass der Neubau von Mietwohnungen völlig unzureichend sei. Die Folge sei, dass in einigen Ballungsgebieten nicht mehr von einem ausgeglichenen Wohnungsmarkt gesprochen werden könne. „Hier wird das Angebot deutlich von der Nachfrage überstiegen. Bereits unter die Ein-Prozent-Marke ist der freie Wohnungsbestand in einigen westdeutschen Städten gerutscht.“ Schick warnt: „Weit unter der Fluktuations-Reserve von 2 bis 3%, die für einen funktionstüchtigen Markt im Hinblick auf Sanierungsmaßnahmen und Umzüge dringend vonnöten ist, liegt der Bestand damit.“ Der IVD-Vizepräsident unterstreicht, dass die konjunkturellen Impulse, die vom Wohnungsbau ausgehen könnten, in Deutschland als Potenzial nicht gehoben würden. Foto: Bernd Sterzl/pixelio.de |



