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Zollverein in Essen
Die neue Immobilienzentrale des RAG-Konzerns ist bald die Kokerei Zollverein. Das Essener Grubengelände Zeche Zollverein, das nicht nur Weltkulturerbe ist, will sich auch als Wirtschaftsstandort etablieren. Gefragt sind vor allem Unternehmen aus der Kreativwirtschaft. Hans-Peter Noll, der als Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien (RMI) Herr über bundesweit 13.000 ha ehemaliger Zechensiedlungen und Bergbauflächen ist, sagt , dass es keine Last sei, viele Flächen zu haben.
Eine ganz besondere RAG-Fläche möchte Noll nun zusammen mit dem Essener Projektentwickler Kölbl Kruse durch einen besonderen Neubau bereichern: als erstes Bauprojekt soll die neue Zentrale der RMI auf dem ehemaligen Standort der Kokerei Zollverein, Teil des Weltkulturerbes Zollverein, errichtet werden. Etwa 200 Mitarbeiter, die derzeit an drei verschiedenen Standorten in Essen arbeiten, möchte Unternehmenschef Noll dort zusammenziehen. Und dass Zollverein nicht nur eine anerkannte Design- und Kulturadresse ist, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsstandort, möchte Noll mit diesem Schritt demonstrieren.

Weltkulturerbe

„Aber noch Baufelder für rund 50.000 m2 Bruttogeschossfläche sind auf dem 40 ha großen Kokereigelände vorhanden. Auch die sollen nun entwickelt und verkauft werden, da wir ein Weltkulturerbe sind, aber keine Museums-Zeche“, so Noll. Auf dem Katernberger Areal seien bereits heute zirka 170 Unternehmen mit etwa 1.000 Mitarbeitern tätig.

Herzlich willkommen sind Bürobeschäftigte, manche Produktionsbetriebe und Logistiker wären es nicht. Daher sortiert die Stiftung Zollverein die Bewerber nach Branchen aus. Gefragt sind Unternehmen aus der Kreditwirtschaft. Hermann Marth, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung Zollverein, die im Oktober 2008 einen Kooperationsvertrag mit der RMI zur Entwicklung des Kokereigeländes abgeschlossen hat, sagt, dass man im Prinzip niemanden brauche, die noch freien Flächen könne man verteilen.

 
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