Maler und Lackierer

Das Wort Maler leitet sich aus dem Lateinischen ab: Dort bedeutet "makula" Fleck oder Makel - und genau diese Stellen wird ein Maler ja immer bestrebt sein, auszubessern. Früher wurden die Maler als "Tüncher" bezeichnet, was darauf zurückgeht, dass sich die verschiedenen Handwerksberufe damals überschnitten und die Maler zu der Zeit auch Feinputzschichten in Form von Gips oder Putz auf Wände und Decken auftrugen.
Heute umfasst das Tätigkeitsfeld des gewerblich arbeitenden Malers und Lackierers das Auftragen von Belägen in Form von Wand- Decken und auch Bodenbelägen auf eine Oberfläche, die er oft vorher noch behandeln muss.

Weiterhin gehört das Bemalen zu seinem Arbeitsfeld, indem er Grundier-Farb-und Lackschichten zum Zwecke der Verschönerung oder als Schutz aufträgt.
Dies kann auf vielen verschiedenen Flächen geschehen: unter anderem auf Stein, Holz, Putz oder Metall und reicht vom Anstreichen von Wänden, Decken, Türen, Fenstern, Heizungen oder Möbeln bis hin zu Lackierungen von Bauteilen, Geräten oder Maschinen.

Maler und ihre Vorgehensweise bei ihrer Arbeit

Maler und Lackierer verfügen über eine Reihe verschiedener Arbeitstechniken. Sie streichen oder grundieren und verwenden auch Spritz- oder Tauchtechniken. Die dazu benötigten Arbeitsmittel sind der Pinsel oder die Farbrolle, Spachtel, Spritzpistolen, Farben und Lacke. Heutztage ist dieser Beruf übrigens nicht mehr ausschließlich den Männern vorbehalten, denn auch Frauen arbeiten als Malerinnen und Lackiererinnen im Außen-wie im Innenbereich. Es handelt sich bei diesem Beruf um einen anerkannten Ausbildungberuf. Die bundesweit geregelte, duale Ausbildung dauert drei Jahre lang. Dann folgt eine Spezialisierung in drei verschiedene Fachrichtungen. Man kann sich zum Beispiel die Richtung Bau-und Korriosionsschutz wählen.

Dort werden hauptsächlich Gebäude oder Gebäudeteile sowie Objekte und Anlagen aus Beton, Stahl oder Metall angestrichen und beschichtet, auch werden Fugen abgedichtet und Korrisions-sowie Brandschutzmaßnahmen
durchgeführt. In der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung werden dagegen Decken, Innenwände und Böden sowie Fassaden von Gebäuden instandgehalten oder renoviert.

Maler und Lackierer können aber auch in der Kirche-und Denkmalspflege beschäftig sein. Hier rekonstruieren sie Wände, Böden und auch Deckenbemalungen von historischen Gebäuden und formen oder gestalten Ornamente.
Wie man sieht, ist das Berufsbild außerordentlich facettenreich und beinhaltet auch durchaus künstlerische Elemente. Wer sich für diesen Beruf interssiert, sollte außer einer Neigung zu handwerklich-gestalterischer Tätigkeit auch praktisch zupacken können und gerne mit Formen und Farben sowie kundenorientiert arbeiten.

 
RocketTheme Joomla Templates